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Fair Trade und der Memminger Weltladen

FairTrade Vortrag Foto

Am vergangenen Montagmorgen versammelten sich alle 9. Klassen, um in der Aula aus erster Hand zu erfahren, was gerechter Handel bedeutet und wie die heutigen Weltläden entstanden sind. Frau Beer, seit 2000 Geschäftsführerin des Weltladens Memmingen, erzählte aus ihrer langjährigen Erfahrung, wie in Deutschland aus ersten Protesten von Studenten und Kirchenleuten in den letzten 50 Jahren eine Solidaritätsbewegung entstand, die sich für gerechte Arbeitsbedingungen und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit den Partnern aus dem globalen Süden einsetzte. Wurden Kaffee aus Nicaragua und erste Fair-Trade-Produkte zunächst in Kirchen und Hinterhöfen verkauft, so entstanden allmählich die gut sortierten Weltläden in ihrer heutigen Form.

Exemplarisch erläuterte Frau Beer am Beispiel der Kakaobohnen, deren Anbau sehr arbeitsintensiv ist, wie durch Handelsverträge mit zertifizierten Fair-Trade-Importeuren kleinbäuerliche Familien einen gerechten Lohn erhalten, durch langfristige Zusammenarbeit Planungssicherheit gewinnen sowie ausbeuterische Kinderarbeit verhindert wird. Der Zugang zu Bildung für Mädchen und Jungen ist dabei vorgeschrieben als eines der Kriterien für das Fair-Trade-Siegel.

Mit ihrem lebendigen Vortrag zeigte Frau Beer eindrücklich auf, wie jede/r Einzelne durch den Kauf von fair gehandelten Produkten einen Beitrag leisten kann. Auch das Vöhlin-Gymnasium trägt hierzu als Fair-Trade-Schule bei. Bei ihrem geplanten Besuch im Weltladen Memmingen werden die Jugendlichen das stetig gewachsene Sortiment an Produkten kennenlernen.

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